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Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Kerngehalt ist bei weitem nicht alles

Ein nützlicher Business-Text überzeugt vermittels Sinn, Deutlichkeit, Gefühlsregungen - noch dazu eine gelungene Dramaturgie. Mit einem konzilianten Schreibstil und nützlichen Belegen erwerben Sie Kundschaft. Allein: Kerngehalt ist bei weitem nicht alles. Ebenso die Umhüllung zählt.

Daher sollten Sie dem Layout Ihres Business-Textes so viel Aufmerksamkeit schenken sowie

dem liebevollen Einwickeln eines Weihnachtspäckchens. Ist der Text bekanntlich leserfreundlich aufbereitet, steigert das seinen Wichtigkeit. Prüfen Denken Sie ein Feinschmecker-Restaurant: Die kunstvolle Ausschmückung macht das gewählte Gericht erst zu einem Erlebnis.

Um gleich gleichartig zu bleiben: Der Text sollte Ihrem Leser schmecken. Un wohlschmeckender Buchstabenbrei, zerhackter Wortwirsing oder nicht enden wollende Satzspaghetti sind unaussprechlich. Denn mit Bestimmtheit haben Sie schon früher einen Geschäftbrief zugespielt bekommen, dessen unorganisierten Wortmischmasch sie gleich in den Papierkorb befördert haben. Keine Zeit zum Lesen! Etwaig sind Sie auf einer Homepage gelandet, die Sie eigentlich interessiert hat. Allerdings, mit dem Finger am Bildschirm haften, um die Zeile nicht zu verbummeln, ist unschön. Also flöten geklickt. Um das zu umschiffen, an diesem Punkt ausgewählte unschätzbare Tipps.

Fingerfood erfreut sich nicht vergeblich großer Beliebtheit. Ein bisschen hier naschen, ein wenig dort kosten und bevor man sich´s versieht, ist der Wanst voll. Derart sollten Sie es ebenfalls mit Ihrem Text handhaben. Füttern Sie Ihren Leser mit kleinen delikaten Häppchen. Als Folge wird er Verlangen auf mehr in Empfang nehmen. Absätze zwischen zwei und höchstens sieben Zeilen auf einer DIN A4-Seite sind bestmöglich. Bei Business-Texten nutzt man zwischen den Absätzen natürlich eine Leerzeile.

Leser von Business-Texten erstreben Angaben, die sie flink aufarbeiten können. Kommen Sie diesem Wunsch entgegen. Geben Sie Ihrem Leser eine Zusammenfassung. Das tun sie am besten mithilfe informativer Überschriften. Als Folge weiß der Leser, in welchem Umfang sich die Lektüre für ihn rechnet. Und Sie geben ihm die Chance zum Querlesen: Braucht er Information Nr. 1 nicht, kann er gleich zu Nr. 3 springen usw.

Es gibt ca. 10.000 vielfältige Schrifttypen. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Serifen- und Non-Serifenschriften. Eine zeitlose Serifenschrift ist zum Paradebeispiel die Times New Roman, über die jeglicher Computer verfügt. Serifen, das sind die feinen Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende fertigstellen - schräg zu seiner Grundrichtung. Sie steigern die Lesbarkeit offensichtlich, da die Augen an den Serifen Halt vorfinden. Daher werden Bücher üblicherweise in Serifenschrift gedruckt.

Bloß Achtsamkeit: Am Bildschirm gelten andere Maßstäbe. Schriftgut ohne Serifen z. B. Arial oder Verdana lassen sich richtiger in Bildpunkte übersetzen. Aus diesem Grund sind sie am Bildschirm lesbarer und sollten für Internetseitentexte verwendet werden.

Einige Internetpräsenz-Administratoren meinen es gut mit ihrem Leser und schreiben in riesigen Schriften. Das gilt unter Kennern aber als dilettantenhaft. Daher ein paar Daumenregeln: Für den Grundtext eignet sich Schriftgröße 10 oder –11, für die Hauptüberschrift 16, für Unterüberschriften 13 und für Zwischenüberschriften 11. Das gilt für print sowie online.

Die Lesbarkeit eines Textes hängt im Bedeutenden vom Wortzwischenraum und der Zeilenlänge ab. Ganz sichtlich ist: Sofern alles dicht gedrängt aneinandergequetscht ist, ist das Lesen anstrengend. Geben Sie dem Leser Spielraum.

Zeilenbreite: Zeilen unter 35 und über 65 Zeichen unterbrechen den Lesefluss. Für die Bildschirmtypografie sind Zeilen mit 45 Zeichen perfekt.

Zeilenabstand: Der optische Zwischenraum zwischen den Zeilen sollte schätzungsweise den Mittellängen der verwendeten Schrift gleichkommen. Das entspricht z. B. der Größe des kleinen m. Die richtige Auslese liegt also irgendwo bei dem einfachen und dem anderthalbfachen Zeilenabstand.

Um einen Text zu gestalten, sollten Sie erlernen, ihn als grafisches Element zu mustern, unabhängig vom Inhalt. Am besten ist an diesem Punkt die alte Learning-by-doing-Maxime: Spielen Sie mit differenzierenden Schrifttypen und Schriftgraden, lernen Sie, deren Auswirkung zu ermessen.

Darüber hinaus: Für den Fall, dass es um absolut wichtige Business-Texte wie Broschüren- oder Mailing-Texte geht, lassen Sie unentwegt noch mal einen Könner (einen Schriftsetzer, Grafiker, Drucker oder Texter) darauf schauen. Die Investition lohnt sich. Es geht nach allem um Ihre Professionalität und Ihr Standing.