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Wed05222019

Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Die drei Erinnerungsformen- Gedächtnis

Gedächtnis - der überreichliche Speicher

Bildungsmaßnahme Überblick Lerntechniken

In jedwede Zeitraum nimmt der Organismus über seine Sinnesorgane (Augen, Ohren etc.) viele von Empfindungen aus einer überwältigenden Vielheit äußerer Anregungen auf.

Seine Wahrnehmungskanäle würden mit diesen Sinneseindrücken überladen, seine Empfänglichkeit aussichtslos überfordert, gäbe es nicht die natürliche Ausfilterung solcherlei Kognitionen. Immerhin wird der größte Teil dieser Kognitionen innert kürzester Zeit ausgelöscht und hinterlassen dabei keine Spuren. Nur einige wenige gelangen über einen längeren Zeitabstand in die Erinnerung.

Ultrakurzzeiterinnerung

Zuallererst gelangen Kognitionen in das Ultrakurzzeitgedächtnis. Da bleiben Sie für ca. zwei bis höchstens 20 Sekunden. Falls sie nicht an das Kurzzeitgedächtnis weitergesende werden, gehen sie unrettbar verloren.

Ein Vorzeigebeispiel: Die Unfallseelenkunde lehrt uns, dass ein vorfallender Schock (als Schutzmechanismus der Psyche) zur Löschung von Unfallereignissen führt. Derartige verlorene Kognitionen lassen sich weder vermöge hypnotischer Maßnahmen noch durch intensives Nachdenken reproduzieren.

Ultrakurzzeitgedächtnis leistet den begünstigenden Dienst, einmal angefangene Handlungen fortzuführen, bspw. eine Treppe zu besteigen oder den Bücherbord zu entstauben. Ultrakurzzeitgedächtnis arbeitet auf der Ebene der Sinnesrezeptionen (-organe), ohne dass wir dessen bewusst werden.

Die über die Sensorischen Organe eintreffenden Eindrücke schwirren als elektrische Schwachströme bzw. als Vibrationen im Nervensystem.

Kurzzeiterinnerung

Verschiedene Eindrücke rufen chemische Modifikationen im Gehirn hervor. Dies passiert bei Erfahrungen die sehr prägnant sind oder bei solchen, die mit ausgeprägten Gefühlen verbunden sind. Ebenfalls solche, die unsere starke Neugierde herbeiführen oder außergewöhnlich lange fortdauern und wiederholt werden, verursachen chemische Veränderungen.

Sofern Sie vor einem Vorfall etwas Besonderes gegessen haben oder wiederkehrend an einem Wochentag das Gleiche speisen, werden Sie esmemorieren können. Kurzzeiterinnerung reicht derbei für einige Minuten, bis Stunden und auch Tage. Damit diese Informationen in das Langzeitgedächtnis übernommen werden, müssen sie gegenwärtig gehalten werden, bspw. durch Auffrischung/Repetition.

Langzeitgedächtnis

Nicht selten betrachten wir das, was wir aus Langzeiterinnerung erneut schöpfen können, als Erinnerung. Unsere Merkfähigkeit scheint grundsätzlich grenzenlos zu sein. Wir sind im Stande, ein lebenslänglich (Neues) lernen, und wir sind im Stande das Erlernte zu behalten. Die Substantiierung von Rezeptionen und Daten im Langzeitgedächtnis erfordert mehr als Repetition (Wiederholung).

Zwar erreichen wir die Weiterleitung der Information an  Kurzzeitgedächtnis mit Repetition, aber Langzeitgedächtnis benötigt zusätzlich die Verarbeitung dessen. Zur Weiterverarbeitung gehören: die Strukturierung (Klassifikation) und ein planmäßiges Erstellen von Sinn- und Interpretationszusammenhängen. Ein Mittel zu diesem Zweck ist die sog. 'progressive Abstraktion'.

Mit ihr beschreibt man Informationsteile und verbindet sie über Ausdeutungs- oder Kausalzusammenhänge miteinander. Wir erhalten dabei eine Gedankenbeschaffenheit, wie bspw. eine Pyramide, in der die einzelnen Abstraktionsebenen abgebildet sind.

GedächtnistechnikI

Task

Notieren Sie für jeden Erinnerungsbereich wenigstens zwei Vorzeigebeispiele für das, was Sie darin jeweilig behalten.