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Thu06202019

Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Vertrauenskreislauf im Verständigungsprozess

Auf der Beziehungsebene ist der Verständigungsprozess gelenkt von Vertrauen, von der Qualifikation, dem anderen Vertrauen zu schenken bzw. wie sehr man dem anderen Skepsis

entgegenbringt (siehe ebenso von Thun).

Aus den Erlebnissen, die wir mit der loyalen Handhabung mit anderen gemacht haben, respektive in welchem Umfang unser Vertrauen malträtiert wurde, konzipieren wir mit der Zeit eine interne Einstellung, die wir in Annäherungsprozessen anwenden.

Auch diese Geisteshaltungen lenken das Führungsverhalten.

Widriger Vertrauenskreislauf (Zweifel)

Diesfalls gehen wir von einem argwöhnischen Manager aus, dessen Leitungsverhalten geprägt ist von Mäßigung und Vorsicht gegenüber seinen Mitwirkenden, die in ausharrender Position das Betragen des Vorgesetzten beobachten und sich ebenso zurückhaltend beziehungsweise vorsichtig betragen.

Letzteres wirkt als Multiplikator (accelerator) auf den "Misstrauensanspruch" des Vorgesetzten - er fühlt sich mit seinem Verdacht bestätigt.

Bestätigender Vertrauenskreislauf (Zutrauen erhaltend oder aufbauend)

Der umgekehrte Pfad zu oben ist, dass der Leiter ein gesundes Maß an Gewissheit seinen Angestellten entgegenbringt, Offenheit und Integrität an den Tag legt. Die Angestellte machen ihre Erlebnisse mit diesem Führungsstil und sind auch offen und integer im Umgang mit dem Leiter. Der Leiter sieht seinen Vertrauensvorschuss als bestätigt an, wobei er sein Managementverhalten als bestätigt sieht.

Argwohn hat die Besonderheit, dass mit (Unmaß) Vigilanz in eine kommunikative Beziehung hineingegangen wird, mit der Folge, dass auf der Causaebene der Annäherung mit gewollt eingegangenen Informationsdefiziten umgegangen wird (man teilt den Arbeitnehmern nicht alles mit) und andersherum.

Demgemäß fühlen sich die Beteiligten unterdies veranlasst, Unstetigkeit zu verspüren und auf der Hut zu sein.