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Wed05222019

Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Beziehungsebene Beziehungsprozess

Auf der Beziehungsebene ist der Beziehungsprozess beeinflusst von Vertrauen, von der Befähigung, dem anderen Vertrauen zu schenken bzw. wie sehr man dem anderen Argwohn

entgegenbringt (siehe ebenso von Thun). Aus den Erfahrungen, die wir mit der zuverlässigen Interaktion mit anderen gemacht haben, respektive ob unser Vertrauen malträtiert wurde, kreieren wir mit der Zeit eine inwendige Einstellung, die wir in Kommunikationsprozessen anwenden.

Nicht zuletzt diese Haltungen suggerieren das Führungsverhalten.

Unguter Vertrauenskreislauf (Zweifel)

In diesem Fall gehen wir von einem argwöhnischen Entscheider aus, dessen Führungsverhalten geprägt ist von Reserviertheit und Bedachtsamkeit gegenüber seinen Beschäftigten, die in wartender Position das Benehmen des Vorgesetzten beobachten und sich ebenso zurückhaltend beziehungsweise vorsichtig betragen. Letzteres wirkt als Verstärker (accelerator) auf den "Misstrauensanspruch" des Vorgesetzten - er fühlt sich mit seinem Verdacht bestätigt.

Bestätigender Vertrauenskreislauf (Zutrauen erhaltend oder konstruktiv)

Der umgekehrte Steg zu oben ist, dass der Manager ein gesundes Maß an Gewissheit seinen Mitwirkenden entgegenbringt, Aufrichtigkeit und Unbescholtenheit an den Tag legt. Die Arbeitnehmer machen ihre Erlebnisse mit diesem Führungsstil und sind ebenfalls offen und moralisch einwandfrei im Umgang mit dem Führungskraft. Der Führungskraft sieht seinen Vertrauensvorschuss als bestätigt an, womit er sein Verwaltungsverhalten als bestätigt sieht.

Misstrauen hat die Eigenart, dass mit (Exzess) Vigilanz in eine kommunikative Beziehung hineingegangen wird, mit der Konsequenz, dass auf der Causaebene der Verständigung mit gezielt eingegangenen Informationsinsuffizienzen umgegangen wird (man teilt den Arbeitnehmern nicht die Gesamtheit mit) und vice versa. Daher fühlen sich die Beteiligten hierbei veranlasst, Ungewissheit zu verspüren und vorsichtig zu sein.