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Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Ein optimal intakter logistischer Service

Vorangestellt: unter logistischem Service wird an dieser Stelle verstanden: "To have the right products in the right amounts at the right time in the right place" also eine bestimmte Anfrage ideal zu stillen, inbegriffen dem Kundenservice (Zusammenbau, Mangelbeseitigung).

Ein optimal intakter logistischer Service beinhaltet den Kundenwünschen taugliche Lieferbereitschaft und -Kompetenz und dessen Synchronisation mit kostenmäßigen Deckelungen wie Strukturkosten, Lagerhauskosten, Kapitalbindung etc.

Der logistische Service in unserem Fallbeispiel hatte vor allem unter zwei ungünstige Faktoren zu leiden:

a) Die Untauglichkeit der AG, den Ersatzteilanforderungen des zugekauften Klienteles der X.-Aktiengesellschaft gerecht zu werden sowie

b) die aus einer Fehlabschätzung der ausländischen Märkte sich herleitende Einengung der Lagerbestände des Teilsystems.

Zu a):
die Inkompetenz der AG, den Ersatzteilforderungen des zugekauften Klienteles zu vollziehen, resultiert generell aus der fehlenden respektive ungeeigneten Verknüpfung zwischen Absatzplanung (Geschäftsbereich) und Produktionsplanung (zentral) und im Besonderen an relevanten Engpässen im Produktionsbereich vielmehr Kapazitätsunterdeckung der Anfertigungsplanung.

Obgleich bereits vor Abschluss des Geschäftes mit der X.-Firma bekannt war, dass zum bestehenden Produktionsvolumen circa 30.000 Betriebsstunden per annum ferner zu fahren gewesen wären, um die Bearbeitung der Ersatzteile im Sinne des extrapolierten Auftragseingangsniveaus der X.-Firma sicherzustellen, erfolgte keine Generierung von Arbeitnehmer- und Maschinenkapazitäten.

Das liegt in einer Fehlentscheidung der Erzeugungsplanung begründet. Die Produktionsplanung wurde während der Investitionsvorbereitung beauftragt zu revidieren, ob sie über auskömmlich Kapazitätspotenzial verfüge, um mit dem nachträglichen Verarbeitungsanfall fertigzuwerden, was sie nach einer Kritische Auseinandersetzung der Fertigungsunterlagen am Sitz der X.-Aktiengesellschaft bejahte. Nach der Aushändigung der Fertigungsunterlagen (Arbeitspläne und Zeichnungen) von der X.-AG musste der verantwortliche Geschäftsbereich ihre Aussage dahingehende revidieren, dass sie sich inkompetent sah, die Arbeitspläne und Grundrisse, die nach einem X.-Betrieb-eigenen System aufgebaut waren, auf AG-Normen zu verwandeln.

Also musste als Kapazitätskompensation, der größte Bestandteil der Ersatzteilfabrikation an Fremdfirmen vergeben werden (make-or-buy-Entscheidungen), welches zu einer Verminderung der angelegten Bruttospanne führte, denn die Einkaufspreise der bezogenen Teile die Selbstkosten der Firma überstiegen.