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Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Wirtschaftslagezyklus und das Konjunkturrisiko

Bei dem Konjunkturrisiko wird die Gefahr von Börsennotierungsverlusten verstanden, die als Folge in Erscheinung treten, dass der Finanzier die Wirtschaftslageentwicklung nicht oder nicht wahr bei seiner Dispositionsentscheidung berücksichtigt und als Folge zum falschen Zeitpunkt eine Wertpapierdisposition tätigt oder Wertpapiere in einer unguten Konjunkturlagephase hält.

Der Wirtschaftslagezyklus

Die Konjunktur stellt sich als kreisläufige Wellenbewegung um den langfristigen ökonomischen Wachstumspfad dar.

Der kennzeichnende Konjunkturlagezyklus dauert zwischen drei und acht Jahren, welche sich in die nachkommenden vier Zeitspannen eingrenzen lassen:

1.    Abschluss der Rezession/Konjunkturtief

2.    Aufschwung, Rekonvaleszenz

3.    Wirtschaftslageboom, oberer Umkehrpunkt

4.    Abschwung, Rezession

Die Dauer und die Ausdehnung der einzelnen wirtschaftlichen Auf- und Baisse phasen variieren, und ebenfalls die Auswirkungen auf die einzelnen Ökonomiebereiche sind verschieden. Zu berücksichtigen ist des Weiteren, dass der Wirtschaftslagezyklus in einem anderen Staat vorlaufen oder nachlaufen kann.

Konsequenzen auf die Kursentwicklung

Die Änderungen der wirtschaftlichen Aktivität einer Volkswirtschaft haben fortwährend Implikationen auf die Börsennotierungsentwicklung der Wertpapiere: Die Börsenkurse schwanken in etwa (meist mit einem temporalen Vorlauf) im Rhythmus der konjunkturellen Auf- und Abschwungphasen der Wirtschaft.

Prädispositionformen, die in bestimmten Wirtschaftslagephasen empfehlenswert sind und Gewinne antizipieren lassen, sind in einer anderen Teilstrecke weniger passend und bringen möglicherweise Verluste ein. Bei jedweder Prädispositionentscheidung spielt das „Timing" - die Selektion des Zeitpunktes des Wertpapiererwerbs oder -Verkaufs - eine ausschlaggebende Rolle.

Sie sollten deswegen ununterbrochen Ihre Kapitalanlage unter dem konjunkturellen Standpunkt auf Komposition nach Anlagearten und Anlageländern überprüfen (und früher getroffene Dispositionentscheidungen ggf. korrigieren).

Die Wertpapierkurse (und ebenso die Währungskurse) reagieren gerade auf angelegte und tatsächliche Veränderungen in der staatlichen Wirtschaftslage- und Finanzpolitik. Zum Beispiel üben binnen volkswirtschaftliche Maßnahmen, aber ebenfalls Streiks eine starke Einwirkung auf die volkswirtschaftliche Lage eines Landes aus.

Deshalb mögen selbst dort Rückschläge an Kapital- und Devisenmärkten auftreten, wo die Entwicklungschanceen ursprünglich als kostengünstig zu prüfen waren.